Diversifizierung der TWS trägt Früchte

(vom 15.05.2018)

Bilanz 2017: Umsatz und Energieabsatz gestiegen – Eigenkapitalbasis stärkt junges Geschäftsfeld Stromerzeugung

RAVENSBURG. Welche Geschäftsmodelle sind tragfähig für ein kommunal verankertes Versorgungsunternehmen? Auf diese und weitere Zukunftsfragen entwickelt die Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) Antworten, die dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung tragen. „Den Wandel der Energiebranche gestalten wir aktiv. Unser Ziel ist, neue Ideen und Geschäftsmodelle zu entwickeln, die das bisher Geleistete sinnvoll und wirtschaftlich ergänzen“, erklärte Dr. Andreas Thiel-Böhm am Dienstag (15. Mai) bei der Vorlage der Bilanzdaten 2017. Die Diversifizierung greift an mehreren Stellen bereits erfolgreich: So ist die Sparte der eigenen Stromerzeugung nennenswert gewachsen; Dienstleistungen wie der Wärmeservice und das twsEnergiedach gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Energievertrieb ist dennoch unverzichtbares Standbein: Die TWS verkaufte 2017 im Konzern 1,3 Mio. Megawattstunden Gas, Ökostrom und Wärme. „Aber der Druck auf die Marge ist enorm. Ein kundenorientiertes Gesamtpaket wird immer wichtiger“, hielt der TWS-Geschäftsführer fest. Hier positioniert sich das Unternehmen zunehmend als Systempartner für individuelle Energiebereitstellung sowie Dienstleistungen rund um Wärme und Mobilität. Dabei spielt auch die enge Partnerschaft mit den Städten Ravensburg und Weingarten eine Rolle.

 

Solide Unternehmensfinanzierung

Mit rund 3,3 Millionen Euro liegt der Jahresüberschuss auf dem Niveau der beiden Vorjahre (2016: 3,5 Millionen Euro/2015: 3,2 Millionen Euro). Davon gehen 2 Millionen Euro an die Anteilseigner der TWS; das sind die Städte Ravensburg und Weingarten sowie die EnBW. Rund 1,3 Millionen Euro vom Wirtschaftsjahr kommen den eigenen Rücklagen zugute. Basis für das Geschäftsergebnis ist der Umsatz des TWS-Konzerns, der 2017 um 10,4 Prozent auf 144,4 Millionen Euro stieg (Vorjahr: 134 Millionen Euro).
Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 41,8 Prozent, auch dank der Ausgabe von Genussrechten: Das Unternehmen startete im Frühjahr 2017 eine zweite Emission und erhöhte nach reger Nachfrage das Volumen auf 10 Millionen Euro, die dann im März 2018 vergriffen waren. „Nun halten 981 Bürger Anteile an der TWS. Das ist ein großer Vertrauensbeweis und verankert uns in besonderer Weise in der Region“, hielt Andreas Thiel-Böhm fest. Seit 2013 hat die TWS insgesamt 16 Millionen Euro Genussrechte ausgegeben und damit neues Eigenkapital gebildet. Dieses wird für den Ausbau der noch jungen Stromerzeugungssparte eingesetzt: 2017 betrugen die Investitionen dort 5,2 Millionen Euro. Zum Ende des Jahres betrug die Erzeugungskapazität der TWS 79,3 Millionen Kilowattstunden (kWh). Das reicht aus, um nahezu alle Einwohner der Städte Ravensburg und Weingarten zu versorgen.

 

Ausblick: Nahwärme als Zukunftsthema

Ob Leistungen rund um Energie, die jungen Geschäftsfelder Stromerzeugung und Wärme oder das Engagement für neue Mobilitätslösungen – die TWS hat einen klaren Fokus auf Zukunftsthemen gerichtet. So stehen 2018 Investitionen in weitere Solar- und Wärmeerzeugungsanlagen an. Zusätzlich entwickeln die Städte Ravensburg und Weingarten gemeinsam mit der TWS neue Projekte. Dabei geht es unter anderem um die Neuorganisation der städtischen Wärmeanlagen, die Entwicklung von Datennetzen und Quartierslösungen für die Wärmeversorgung im Gebäudebestand. Zusätzlich weitet die TWS Netz GmbH das Dienstleistungsangebot für umliegende Gemeinden aus. „Unser gemeinsames Ziel ist, Nutzen zu stiften – bei unseren bisherigen Kunden und bei den Bürgern in der Region“, schloss Andreas Thiel-Böhm.

 

Nahwärme hat die TWS als eines der Zukunftsthemen definiert. Das Unternehmen betreibt zahlreiche Wärmeanlagen, auch von Kommunen. TWS-Geschäftsführer Dr. Andreas Thiel-Böhm (rechts im Bild) und Helmut Hertle, Geschäftsführer der TWS Netz GmbH, zeigten, wie in Ravensburg das Wärmenetz in den kommenden Jahren durch die Kernstadt geführt werden könnte.
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