Versorgungssicherheit ist ein hohes Gut

(vom 24.01.2017)

TWS Netz zieht Zwischenbilanz zur Erneuerung des Stromnetzes

Rund 7,8 Millionen Euro hat die TWS Netz GmbH in den beiden vergangenen Jahren investiert, um das Stromnetz in Ravensburg und Weingarten fit für die Zukunft zu machen. „Wir wollen die Kunden in unserem Arbeitsgebiet zuverlässig mit Strom versorgen. Versorgungssicherheit ist uns ein hohes Gut“, hält Helmut Hertle, Geschäftsführer der Netzgesellschaft, fest. Das Unternehmen hatte 2011 das Stromnetz der beiden Städte von der EnBW übernommen. Nach einer umfangreichen Analyse startete die TWS Netz 2015 ein umfangreiches Programm zur Erneuerung der Infrastruktur, das seitdem konsequent umgesetzt wird. Schwerpunkt sind neue Mittelspannungskabel und Umspannstationen, die das Stromnetz fit für die Zukunft machen.

Konsequent gehandelt
In Kürze geht in der Ravensburger Adlerstraße eine von zehn komplett neuen Umspannstationen, die in 2016 errichtet wurden, in Betrieb.
In dem garagengroßen Häuschen arbeitet eine Technik, die den Strom von 20.000 Volt in der Mittelspannung auf die Haushaltsspannung von 230 Volt bringt. Der Neubau dieser Anlagen ist aufwendig und mitunter logistisch eine Herausforderung, denn sie haben ihren Platz in dicht besiedelten Wohngebieten und auch in der Innenstadt. Zusätzlich elf solcher Umspannstationen hat die TWS Netz im vergangenen Jahr technisch umfassend erneuert. Weitere werden folgen. Auch der Austausch von Leitungen kommt voran: Rund neun Kilometer Mittelspannungskabel sind erneuert, ein Großteil davon im Ravensburger Stadtgebiet. Zu dem Austausch hatte sich die TWS Netz entschlossen, da sich in der Vergangenheit ein besonderer Kabeltyp als korrosionsanfällig entpuppte. Bei den Arbeiten zum Austausch der unterirdischen Leitungen arbeitet die TWS Netz vornehmlich mit Firmen aus der Region und in enger Abstimmung mit den städtischen Stellen zusammen, damit die Behinderungen durch Bauarbeiten möglichst gering bleiben.

Weniger Freileitungen – Steuerung dezentraler Stromerzeugung
Auch im Umland ist die Modernisierung der Infrastruktur vorangekommen: Rund sechs Kilometer Freileitung hat die TWS Netz im vergangenen Jahr unter die Erde verlegt. „Dort sind die Kabel besser vor Umwelteinflüssen wie Sturm und Eis geschützt. Außerdem sind sie schlicht unsichtbar“, erklärt Michael Scheible, Bereichsleiter der Netzgesellschaft. Dort wo Freileitungen weiter notwendig sind, wurden 29 Gittermasten gegen Stahlvollwandmasten ausgetauscht. Diese benötigen weniger Stellfläche am Boden, bieten einen höheren Unfallschutz und fügen sich dank der schlanken Optik besser ins Landschaftsbild. Auch 2017 wird die TWS Netz in ihrem Versorgungsgebiet weiter investieren, insgesamt ist die Erneuerungsstrategie auf 15 Jahre angelegt. „Wir gehen Schritt für Schritt vor, denn jeder Austausch im Netz zieht technischen Veränderungsbedarf an einer anderen Stelle nach sich“, umreißt Helmut Hertle die Komplexität des Vorhabens. Darüber hinaus arbeitet die TWS Netz auch mit voller Kraft an der Umsetzung der Energiewende: Denn durch die zunehmend dezentrale Erzeugung von Strom braucht es moderne Technik und Steuerung, die Nachfrage und Angebot von Energie in Sekundenbruchteilen regelt.

Hintergrund:
Die TWS Netz GmbH wurde Ende 2006 gegründet. Ihre Aufgabe ist der Betrieb, der Unterhalt und der Ausbau der örtlichen und regionalen Verteilungsanlagen für Strom, Gas und Wasser sowie die Sicherstellung eines diskriminierungsfreien Netzzugangs. Parallel leistet die Netzgesellschaft in Zusammenarbeit mit regionalen Dienstleistungsunternehmen und in Abstimmung mit den Kommunen aktuell einen wichtigen Beitrag für das Gelingen der Energiewende. Bei der TWS Netz GmbH sind derzeit insgesamt 92 Mitarbeitende beschäftigt. Das Netzgebiet für die Stromsparte umfasst eine Fläche von rund 100 km².
Für die Versorgung der Bevölkerung unterhält die TWS Netz GmbH eine Stromkreislänge von rund 1.060 km sowie 476 technische Einrichtungen.

Weitere Kennzahlen zur Stromversorgung:
Netzabgabe 2015: 377.599 Megawattstunden
Niederspannungskabel: 800 Kilometer
Mittelspannungskabel: 260 Kilometer
Hausanschlüsse: 15.360
Installierte Zähler: 52.500

Stand: 31.12.2015

 

 

 

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