Geschärfter Blick für Trinkwasser

(vom 27.06.2017)

TWS lobt Zusammenarbeit in der Region beim Ressourcenschutz – Preise stabil und im Landesvergleich mit verbessertem Ranking

RAVENSBURG. Was gibt es bei sommerlichen Temperaturen Besseres, als ein Glas frisches Wasser? Dafür, dass wir Trinkwasser in hoher Qualität ohne weiteres direkt aus dem Hahn trinken können, engagiert sich die Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) gemeinsam mit ihrer Netzgesellschaft, der TWS Netz GmbH. „Wir betreiben gemeinsam Daseinsvorsorge, investieren regelmäßig in die Infrastruktur und üben den Schulterschluss in der Region zugunsten des Lebensmittels Nummer 1“, hält Helmut Hertle fest. Als Geschäftsführer der TWS Netz weiß er um die Herausforderung eine sichere und zukunftsgerichtete Versorgung sicherzustellen. Dazu gehört auch der Ressourcenschutz: Erst vor wenigen Tagen vermeldete das Bundesumweltamt hohe Nitratwerte in Deutschlands Grundwasser, die deutliche Preiserhöhungen zur Folge haben sollen. „Die Trinkwasserpreise der TWS sind stabil“, widerspricht Helmut Hertle. In der Preistabelle des Landes Baden-Württemberg liege die TWS aktuell auf Rang 34 von insgesamt 80 privatrechtlichen Versorgern und hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar um drei Plätze verbessert.

Preissystem hat sich bewährt

Rund 380 Euro brutto bezahlt ein Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmeter Trinkwasser. Dieser Preis setzt sich aus den Bestandteilen Grund- und Arbeitspreis zusammen. Vor einigen Jahren hat sich das Unternehmen für ein neues Preissystem entschieden. In diesem Zuge stieg der monatliche Grundpreis, gesenkt wurde im Gegenzug der Arbeitspreis je bezogenem Kubikmeter. „Das war eine wichtige strategische Entscheidung. Sie gibt uns Sicherheit für weitere Investitionen in die Infrastruktur und honoriert den sparsamen Umgang mit der Ressource Trinkwasser dennoch“, erklärt der Geschäftsführer. Denn der Wasserverbrauch pro Kopf ist rückläufig, die Kosten für den Unterhalt für das Leitungsnetz, die Förderung des Rohwassers und dessen Aufbereitung aber bleiben. Erst Anfang des Jahres hatte die TWS Netz in Weingarten den neuen Hochbehälter Bockstall und ein komplett neues Zuleitungssystem in Betrieb genommen. Kostenpunkt: zwei Millionen Euro.

Grundwasserschutz im Schulterschluss

Mit der Grundwasserqualität an den Wasserfassungen des Ravensburger Versorgungsunternehmens zeigt sich Helmut Hertle zufrieden. Erhöhte Nitratwerte seien dort kein Thema. In der Region werde in der Landwirtschaft sehr verantwortungsvoll gedüngt, so dass in der Regel nur wenig Stickstoffverbindungen ins Grundwasser ausgewaschen werden. „Wir stehen in engem Kontakt mit den Landwirten und engagieren uns zudem für die Verbreitung der Donau-Silphie“, erklärt Helmut Hertle. Die Pflanze wird als mehrjährige Kultur angelegt und kann dadurch Nährstoffe besonders effizient nutzen, das ist gelebter Boden- und Grundwasserschutz. An etlichen Standorten ist die Pflanze eine gute Alternative zum Mais, der in Biogasanlagen viel Verwendung findet. Wichtig sei, so betont Helmut Hertle abschließend, dass es in der Region einen geschärften Blick für Bewirtschaftung in den Wasserschutzgebieten als auch in der Grundwasserförderung und der Logistikkette bis zum Verbraucher gebe: „Wir stehen im Dialog, auch mit den Überwachungsbehörden. So sorgen alle zusammen für die hochwertige Qualität unseres wichtigsten Lebensmittels.“

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