Gas: Sicher versorgt auch bei zuletzt klirrender Kälte

(vom 01.02.2017)

TWS hat gut vorgesorgt und zusätzliche Leitungskapazität gebucht

RAVENSBURG. Oberschwaben liegt weit weg von großen Erdgasfeldern. Dennoch können sich Haushalte und Unternehmen darauf verlassen, dass der Energieträger immer zuverlässig und in ausreichender Menge bei ihnen eintrifft. „Selbst bei der anhaltenden Kälte im Januar war die volle Versorgung sichergestellt“, hält Robert Sommer fest. Der Bereichsleiter Markt bei der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) hat die gesamte Lieferkette von den Förderregionen in Nord- und Osteuropa bis ins oberschwäbische Versorgungsgebiet im Blick. „Die deutsche Gaswirtschaft hat in den vergangenen Jahren zusätzliche Speicherkapazitäten geschaffen“, berichtet der Experte. Man habe die Risiken lang anhaltender Frostperioden wie 2012 und der politischen Lage in der Ukraine 2014 ernst genommen und gehandelt. In Deutschland gibt es derzeit rund 24,1 Milliarden Kubikmeter Gasspeicher – so viel wie in keinem anderen Land der Europäischen Union. Ende Januar waren diese noch rund zur Hälfte gefüllt.

Erdgas ist beliebt

Zur weiteren Minimierung eines Versorgungsrisikos setzen die Einkäufer der TWS auf ein breites Bezugsportfolio. Damit Erdgas bedarfsgerecht bei den Verbrauchern ankommt, müssen die Versorgungsunternehmen im Vorfeld Leitungskapazitäten bei den Netzbetreibern buchen. Stichtag für diese Disposition im Winter ist jeweils der 15. Juli. „Die TWS Netz hat als vorgelagerter Netzbetreiber die Höchstlast bei ihrer jüngsten Anmeldefrist hochgesetzt und eine maximale Stundenleistung von 807 Megawatt im Leitungsnetz bestellt“, informiert Herwig Kanal, Abteilungsleiter Anlagen der TWS Netz über die Vorkehrungen. Diese waren wichtig, um die Versorgung in den strengen Frosttagen des Januars gut sicherzustellen, auch für andere Stadtwerke in der Region. Denn Erdgas erfreut sich hoher Beliebtheit. Der hocheffiziente Energieträger wird nicht nur zum Heizen und für Prozesswärme, sondern zunehmend auch zum Betrieb von Blockheizkraftwerken eingesetzt.

Leitungen intelligent vernetzt

Als Verantwortliche für die Infrastruktur haben die Netzbetreiber in den vergangenen Jahren Enormes geleistet. Dazu gehört neben dem Schaffen zusätzlicher Gasspeicher im Bundesgebiet auch das Management des Energieträgers mit modernsten Steuertools beim Transport. Die TWS Netz hat als Verteilnetzbetreiber in der Region einen ringförmigen Leitungsverbund bis an die westliche Kreisgrenze bei Fleischwangen errichtet, um auch den Menschen im ländlichen Raum einen zuverlässigen Zugang zu dem umweltschonenden, gasförmigen Energieträger zu ermöglichen. „Zusätzlich verantworten wir den Betrieb der großen Gas-Transportleitung bis ins Vorarlberg“, berichtet Herwig Kanal. Der Bau dieser Transportleitung startete vor rund 50 Jahren mit der Gründung des Zweckverbandes Gasversorgung Oberschwaben (GVO). Daran beteiligt waren von Beginn an die drei von Lindau, Ravensburg und Friedrichshafen gegründeten Stadtwerke. Diese kümmern sich heute im engen Schulterschluss um den weiteren Ausbau des Gasversorgungsnetzes und um die Einbindung von Speicherkapazitäten, die die Partner an allen drei Standorten für die Region vorhalten.

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